Interviews / Röportajlar

150 Jahre „Das Kapital“ von Karl Marx war das Thema der Fernsehsendung mit Koray Düzgören auf Medya Haber TV / Medya Haber Televizyonunda Koray Düzgören’in sunduğu Halkların Tarihi programında Marx’ın temel yapıtı „Das Kapital“in birinci cildinin ilk basımının 150. yılını tartıştık.

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Interview von Arti TV über die Geschehnisse in Myanmar / Artı TV’nin 6 Eylül’de Myanmar’daki felaket ve AKP’nin bunu kullanması üzerine yaptığı röportaj:

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Ein Beitrag des freien Radios Corax über Wahlmanipulationen bei dem Verfassungsreferendum. Mit O-Tönen von Yavuz Fersoğlu und Murat Çakır / Ticari olmayan radyolardan Radio Corax’ın Yavuzfersoğlu ve Murat Çakır’la yaptığı röportajları da içeren ve Türkiye’deki referandum hilelerine konu edinen bir yayını:

Radio Corax

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„Türkei besser verstehen – Warum Erdogan und die AKP nicht die richtige Wahl sind“

Ein Interview von RT-Deutsch mit mir über das Verfassungsreferendum in der Türkei. Hier der Link des Interviews vom 6. April 2017 / RT-Almanca televizyon kanalının benimle Türkiye’deki anayasa referandumu üzerine 6 Nisan 2017’de yaptığı röportajı şu linkten seyredebilirsiniz:

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Mein Referat auf der Bundesweiten Friedensratschlag Anfang Dezember 2016 in Kassel, zum Thema „Wohin steuert die Türkei?“ Das Video wurde von Weltnetz.tv zur Verfügung gestellt. / F. Alman barış hareketinin 2016 Aralık başında her yıl geleneksel olarak yaptığı konferanstaki „Türkiye nereye gidiyor?“ başlıklı sunumum. Video weltnetz.tv sayfasından alınmıştır.

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Die Bundestagsabgeordnete Sabine Leidig befragt den Publizisten und Geschäftsführer der Rosa Luxemburg Stiftung Hessen, Murat Çakır nach Möglichkeiten sich ganz praktisch gegen die Repression, Inhaftierung und Gewalt in der Türkei einzusetzen. (20.10.2016) / Sol Parti milletvekili Sabine Leidig’in benimle Türkiye’deki baskılar, tutuklamalar ve şiddet üzerine 20 Ekim 2016’da yaptığı röportaj: 

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Nach einer langen Eiszeit zwischen der Türkei und Russland besuchte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan am 10. August 2016 den russischen Präsidenten Wladimir Putin in dessen Heimatstadt Sankt Petersburg. Was kann man von dem Besuch erwarten? Welche Signale werden von dem Treffen ausgesendet? Darüber sprach Bolle Selke mit Murat Çakır. / Türkiye ve Rusya ilişkilerinin uzun süre bozulmasının ardından Cumhurbaşkanı Erdoğan 10 Ağustos 2016’da Rusya Başkanı Putin’i St. Petersburg’da ziyaret etti. Ziyaretten neler beklenebilir, hangi sinyaller verilecektir gibi soruları Bolle Selke Murat Çakır’a sordu.

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Putschversuch? Dilettantischer Putsch? Was ist los in der Türkei? – Eine Analyse von Murat Cakir. Vortrag am 21. Juli 2016. Das Video wurde von Weltnetz.tv zur Verfügung gestellt. / 21 Temmuz 2016’da yapılan bir toplantıda yaptığım „Darbe denemesi mi? Yoksa beceriksizlik mi? Türkiye’de ne oluyor“ başlıklı sunum. Video weltnetz.tv sayfasından alınmıştır.

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Foto: Hakan Yilmaz

Als OB-Kandidat der Kasseler Linken stellst du dich zur Wahl. Manche sagen, das wäre ein aussichtsloses Unterfangen. Die Kräfteverhältnisse wären klar. Warum kandidierst du dann?

Die gleiche Frage habe ich mir auch gestellt, als ich von der Kasseler Linken gefragt wurde, ob ich kandidieren würde. Dass ich mich schließlich dazu entschlossen habe, liegt in den Kandidaten der etablierten Parteien begründet. Unter ihnen gibt es niemanden, der oder die für die Stimmlosen unserer Stadt spricht, sich der Nöte und Sorgen der Lohnabhängigen, Erwerbslosen, Niedriglöhner*innen, Migrant*innen, der Jugend und auch der Senior*innen ernsthaft annehmen will. Im Gegenteil, sie vertreten – ausnahmslos alle! – eine unsoziale Politik des Sparens, der Mangelverwaltung und des neoliberalen Einheitsdenkens. Dem eine echte soziale Alternative entgegenzustellen –eine Alternative, die gemeinsam mit verschiedenen Bewegungen, Initiativen und den hier lebenden, fortschrittlich denkenden Menschen für die Umsetzung einer sozialen Politik kämpft –, war für mich das Gebot der Stunde. Dafür stehe ich.

Aber Chancen hast du ja wenig, oder?

Immerhin: Chancen, die soziale Frage wieder in den Vordergrund zu rücken, gibt es zuhauf. Darauf kommt es für mich an. Zudem wird meine Kandidatur von einem breiten linken Bündnis getragen, 100 Prozent bei der Nominierung und auf der Wahlversammlung – das ist für Linke in Deutschland schon etwas Besonderes und hat mich auf jeden Fall sehr motiviert. Außerdem steht fest, dass ein großer Teil unserer Stadtgesellschaft mit der bisherigen Politik in Kassel unzufrieden ist. Sogar aus den einkommensstarken Stadtteilen ist zu hören, dass eine sozial, ökologisch und demokratisch ausgerichtete Regierungsarbeit als wichtig empfunden wird und dass es mit der Ausgrenzung ganzer Bevölkerungsteile nicht weitergehen darf. Es gilt, den Wahlkampf für einen Paradigmenwechsel in der Kasseler Kommunalpolitik zu nutzen und die Werbetrommel zu rühren für Sozialticket, Sozialwohnungsquote, mehr Kita-Plätze und –Personal sowie auch für bezahlbaren Wohnraum – kurzum für ein Ende der Sparpolitik auf dem Rücken der Menschen!

Dein Mitbewerber, der Kämmerer Christian Geselle stellt gerade den ausgeglichenen Haushalt als einen Erfolg dar. CDU und Grüne pflichten ihm bei. Immerhin sei die Stadt aus dem Schutzschirm raus und hätte einen Überschuss. Ist das kein Erfolg?

Mitnichten! Hier wird verschwiegen, dass diesem „Erfolg“ Kürzungen zugrunde liegen, die auf dem Rücken der breiten Mehrheit unserer Stadtgesellschaft ausgetragen werden. Schauen wir uns doch mal die Situation an: Städtische Bibliotheken – geschlossen; Inklusion – ein Sparmodell dank fehlendem Personal; Verwaltung – völlig überlastet; Schulgebäude – baufällig; Salzmann- und Henschelgebäude – im freien Verfall; Freibäder – nur gerettet durch die Fördervereine. Und genau so soll es weitergehen: Immer mehr Bereiche der Daseinsvorsorge sollen sich selbst finanzieren, ganz konkret im Moment etwa durch die KVG-Liniennetzreform. Das dürfen wir auf keinen Fall zulassen!

Haushaltsüberschüsse und Schuldenabbau sind doch was gutes…

Nein! Die Stadt ist doch kein Konzern! Es wird immer wieder die Mär von der »schwarzen Null« bemüht und als Beleg die Sparsamkeit der schwäbischen Hausfrau herangezogen. Doch selbst die schwäbische Hausfrau hat keine Bedenken, einen Kredit aufzunehmen, wenn es darum geht, ein »Häusle« zu bauen. Die Politik hat hier eine Korrekturaufgabe: Investitionen in Infrastruktur, Bildung, Wohnen, ÖPNV und Gesundheit sind Investitionen in die Zukunft. Dagegen ist eine Fixierung auf einen ausgeglichenen Haushalt dogmatisch und nicht nachhaltig. Die Wählerinnen und Wähler haben die Möglichkeit, dieser unsozialen Politik eine Absage zu erteilen. Ohne diesen Druck wird sich leider nichts ändern. Deshalb sage ich: Gehen Sie wählen! Am besten, Sie warten nicht bis zum 5. März 2017, sondern nutzen die Briefwahlmöglichkeit ab dem 23. Januar, oder Sie wählen direkt im Rathaus. Es liegt in unserer Hand, Kassel nach vorne zu bringen. Dafür lohnt es sich zu kämpfen!